Ambivalenz

Wie werde ich unterschiedlichen Zielsetzungen gerecht?
Wie entkomme ich meinen Entscheidungs-Zwickmühlen?
Wie erziele ich eine größere Ambiguitätstoleranz - welche Optionen bleiben mir bei Ambivalenzen?
Wer bin ich und wenn ja, wie viele? (Richard David Precht)

  • Unternehmen erwarten von ihren Mitarbeitern Entscheidungen, die eindeutig, klar und „fertig“ sind. Unfertiges wird nicht geduldet bzw. als Schwäche ausgelegt.
  • Die Betroffenen erleben sich dagegen hin- und hergerissen zwischen verschiedenen Positionen und versuchen mit aller Gewalt, ihre Ambivalenzen aufzulösen und die richtigen Entscheidungen zu finden. Gleichzeitig etikettieren sie ihre Entscheidungen als Problem und schaffen sich dadurch erst Zwickmühlen-Konstellationen.
  • Personen können sich je nach Kontext sehr verschieden verhalten. Menschliche Netzwerke sind komplex mehrstufig aufgebaut sind und besitzen damit die Fähigkeit in sich selbst, Ambi- oder Multivalenzen aufzuweichen.
  • Die eindimensionale „Zwei-Welt-Teilung“ schafft künstliche Dilemma-Situationen und nutzt die Differenziertheit und vielschichtige Wahrnehmungsfähigkeit von Personen nicht.
  • Vielfältige Feedbacks (360°) können die Basis für eine kontinuierliche Optimierung der eigenen Entscheidungen und für eine „Sowohl-als-auch“ statt „Entweder-oder“ Betrachtung bilden
  • Die verbleibende Unsicherheit reicht aus, um ein entsprechendes Maß an "Sicherheit in der Unsicherheit" sowohl für das eigene Empfinden als auch die Unternehmenssituation zu bieten.