Abschied

Welche Phasen durchlaufe ich bei einer Veränderung?
Welches Zeitfenster gibt es dafür?
Welchen Einfluss kann ich selbst darauf ausüben?
Was ist hilfreich?

  • Menschen in Veränderungsprozessen bewegen sich durch unterschiedliche Lebenszustände, deren Intensität und Dauer individuell sind
  • Stirb und werde – der Kreislauf beginnt mit dem Abschied nehmen, einer rational und emotional unerlässlichen Aufgabe
  • Wir schauen in die Vergangenheit – schwelgen häufig idealisierend in Erinnerungen, trauern, lassen Emotionen zu und halten aus
  • Wir geben die Hoffnung über Unabänderliches auf, sehen der Realität ins Auge, nehmen (emotional) Distanz ein und beginnen, Bilanz zu ziehen. Wir lassen alte Gewohnheiten los, realisieren innerlich die Trennung von Altbewährtem, akzeptieren langsam den Verlust und befreien uns vom Ballast
  • Indem wir uns auf unsere eigene Identität besinnen, schaffen wir im beginnenden Lösungsprozess Raum für Neues. Wir wechseln unsere Perspektive, um die verengte Wahrnehmung zu beseitigen und fangen an, die Zukunft ohne Verlorenes zu planen
  • Hilfreich für die Bewältigung der Trauer ist
    • das Wissen darum, dass diese Phase endlich ist, dass sie nicht ausgelassen oder übersprungen werden kann, dass sie die Voraussetzung für die sich anschließende Durchgangsphase ist
    • die Botschaft: „Vieles von dem, was bisher war, war gut und richtig“ und das soll gewürdigt werden 
    • Ausdrucksformen und Trauer-Rituale zu finden, mit anderen zu teilen, sich auszutauschen
    • sich Zeit zu nehmen und zu geben

Jede Veränderung durchläuft eine kürzere oder längere Phase der Unentschiedenheit, des Hin und Her, des nicht mehr und noch nicht, damit überhaupt entschieden werden kann und die neue Richtung wirklich eingeschlagen wird.